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Erste gemeinsame Klausursitzung bei Fritz Schlecht | SHL

Die Friedrich-Boysen-Realschule und die Werkrealschule Altensteig haben einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur neuen Verbundschule Altensteig erreicht. In einer halbtägigen Klausursitzung am Mittwoch erarbeitete ein siebenköpfiges Team aus Lehrkräften beider Schulen die zentralen organisatorischen und pädagogischen Grundlagen für den Zusammenschluss zum Schuljahr 2026/27.

Die Planung der Verbundschule basiert auf einer intensiven, einjährigen Vorarbeit der Schulleitungen. Rektor Klaus Ramsaier (Friedrich-Boysen-Realschule Altensteig) und Rektor Thomas Mai (Werkrealschule Altensteig) haben den Prozess gemeinsam gestaltet – durch regelmäßige Abstimmungen, strukturierte Planungsphasen und eine enge Zusammenarbeit beider Kollegien. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Thomas Mai, der zum Schuljahresende in den Ruhestand geht und den Übergang aktiv, verantwortungsvoll und auf Augenhöhe mitgestaltet hat.

Ein weiterer wichtiger Baustein für die zukünftige Verbundschule ist die umfassende Generalsanierung der Werkrealschule Altensteig. Die Stadt Altensteig investiert rund 6,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Schulgebäudes. Ziel ist eine zeitgemäße Lernumgebung mit neuen Begegnungsräumen, optimierten Wegen und modernen Arbeitsbereichen für Lehrkräfte. Das Architekturbüro buerohauser setzt dabei auf ein innovatives Konzept, das die Schule funktional und pädagogisch weiterentwickelt.

Die Klausurtagung fand im Ausstellungsgebäude des Altensteiger Familienunternehmens Fritz Schlecht | SHL in Garrweiler statt. Geschäftsführer Ralf Schlecht begrüßte die Teilnehmenden persönlich und unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen regionaler Wirtschaft und Schulen. Die modernen Räumlichkeiten boten optimale Bedingungen für die strategische Weiterentwicklung der neuen Schulstruktur.

Im Fokus der Sitzung standen die pädagogische Ausrichtung der Verbundschule Altensteig, die zukünftige Klassenorganisation mit getrennten Bildungsgängen (Realschule und Werkrealschule) sowie konkrete Fragen zur Unterrichtsplanung, Personalstruktur und Schulverwaltung. Ziel ist es, die Stärken beider Schularten zu bündeln und ein zukunftsfähiges Bildungsangebot für die Region zu schaffen.

Die nächsten Schritte im Schulentwicklungsprozess sind bereits geplant: Im Mai findet eine gemeinsame Gesamtlehrerkonferenz statt, im Juni folgt ein pädagogischer Tag zur weiteren Ausarbeitung der Konzepte. Der Start der Verbundschule Altensteig ist für das Schuljahr 2026/27 vorgesehen – mit rund 970 Schülerinnen und Schülern sowie über 90 Lehrkräften.

Aktuell warten beide Schulen auf die offizielle Genehmigung durch das Regierungspräsidium. Die Vorbereitungen laufen jedoch bereits auf Hochtouren, um einen reibungslosen Übergang in die neue Schulform zu gewährleisten.

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