Schüler reparieren iPads, Smartphones und andere Technik

An der Friedrich-Boysen-Realschule in Altensteig hat sich in den vergangenen Jahren ein besonderes Projekt etabliert: die Repair-AG. Hier lernen Schülerinnen und Schüler, defekte elektronische Geräte nicht einfach zu ersetzen, sondern selbst zu analysieren und – wenn möglich – zu reparieren. Die Arbeitsgemeinschaft verbindet technisches Lernen, Teamarbeit und Nachhaltigkeit.
Wie die Repair-AG an der Friedrich-Boysen-Realschule entstanden ist
Die Idee zur Repair-AG entstand mit dem ersten defekten iPad im Schulalltag. Schnell stellte sich die Frage:
Soll das Gerät einfach ersetzt werden – oder bietet sich hier eine Lernchance?
Die Entscheidung fiel bewusst für den zweiten Weg. Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit bekommen, Tablets, Smartphones und andere elektronische Geräte selbst zu untersuchen und zu reparieren. Dadurch lernen sie nicht nur praktische Fertigkeiten, sondern auch, wie moderne Technik funktioniert.
Die Repair-AG wurde von der ehemaligen Lehrkraft Simon Kapp initiiert und aufgebaut. Inzwischen wird die AG von Phillip Lauer weitergeführt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Schüler reparieren iPads, Smartphones und andere Geräte
Einmal pro Woche treffen sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen in der Repair-AG. Gemeinsam analysieren sie defekte Geräte, erstellen ein Schadensgutachten, recherchieren passende Ersatzteile und führen – wenn möglich – die Reparatur durch.
Inzwischen besteht die AG aus 14 festen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in den vergangenen drei Jahren bereits an vielen unterschiedlichen Geräten gearbeitet haben, zum Beispiel:
- iPads und Smartphones
- Spielekonsolen
- Lautsprecher
- Kopfhörer
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei ein immer besseres Verständnis dafür, wie elektronische Geräte aufgebaut sind und welche Komponenten zusammenarbeiten.
Lernen voneinander: Zusammenarbeit über alle Klassenstufen
Ein besonderes Merkmal der Repair-AG ist die jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit. Ältere Schülerinnen und Schüler geben ihre Erfahrungen an jüngere Teilnehmer weiter und unterstützen sie bei der Analyse und Reparatur der Geräte.
Die Repair-AG steht außerdem nicht nur Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Boysen-Realschule offen. Auch Jugendliche aus benachbarten Schulen können ihre defekten Geräte mitbringen oder selbst an der Reparatur mitarbeiten.
So entsteht eine Lernumgebung, in der gegenseitige Unterstützung, Teamarbeit und Wissensaustausch eine zentrale Rolle spielen.
Technisches Wissen, Teamarbeit und Nachhaltigkeit
Neben den praktischen Reparaturen erwerben die Schülerinnen und Schüler wichtige Kompetenzen:
- technisches Verständnis für digitale Geräte
- systematisches Problemlösen
- Teamarbeit und Kommunikation
- verantwortungsvoller Umgang mit Technik
Gleichzeitig trägt die Repair-AG dazu bei, Geräte länger zu nutzen und Elektroschrott zu vermeiden. Das Reparieren von Technik wird so zu einer wichtigen Erfahrung im Umgang mit Ressourcen.
Professionelle Ausstattung der Repair-AG
In den vergangenen Jahren ist die Repair-AG kontinuierlich gewachsen. Heute verfügt sie über drei vollständig ausgestattete Reparaturplätze, die mit professionellem Werkzeug des Herstellers iFixit ausgestattet sind.
Zusätzlich stehen weitere Werkzeuge zur Verfügung, sodass mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an verschiedenen Geräten arbeiten können. Die Ausstattung wird kontinuierlich erweitert.
Ein besonderes Projekt unserer Schule
Die Repair-AG zeigt beispielhaft, wie Lernen an der Friedrich-Boysen-Realschule funktioniert: praxisnah, gemeinschaftlich und zukunftsorientiert.
Durch die Verbindung von technischem Lernen, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit ist die Repair-AG zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Technik aktiv zu verstehen und verantwortungsvoll zu nutzen.



